Sicherheit
Bodyboarding gilt als sichereste Form des Wellenreitens, weil der Sportler näher am Wasser bleibt und das Brett weicher ist. Trotzdem passieren jedes Jahr Unfälle – die meisten vermeidbar.
Die wichtigsten Risiken
- Rip Currents – starke Brandungsrückströmungen, die seeseitig hinausziehen. Tödlich, wenn dagegen angeschwommen wird.
- Sandbänke und Riffe – Verletzungen am Untergrund bei zu wenig Wassertiefe.
- Brett- und Flossenverletzungen – durch eigenes oder fremdes Material.
- Unterkühlung – auch im Sommer in der Nord- und Ostsee real.
- Sonnenbrand – durch UV-Reflexion auf Wasser doppelt intensiv.
Rip Currents erkennen und reagieren
Rip Currents sind oft sichtbar an einem ruhigeren, oft dunkleren Streifen zwischen brechenden Wellen. Wer in einen Rip gerät, paddelt nicht gegen die Strömung an, sondern parallel zum Strand, bis er aus der Strömung heraus ist. Erst dann zurück Richtung Land.
Surf-Etikette
- Die Welle gehört dem, der dem Brechungspunkt am nächsten ist.
- Nicht in einen surfenden Sportler hineinpaddeln – mit Vortritt um die Welle herum.
- Beim Paddeln in den Lineup das eigene Brett mit der Hand sichern, niemals loslassen.
- Im Notfall mit klar erhobenem Arm signalisieren.
Checkliste vor jeder Session
- Wettervorhersage und Tide-Plan geprüft
- Strömungslage lokal recherchiert
- Begleitperson informiert oder mit jemandem im Wasser
- Brett, Leash und Flossen funktionsfähig
- UV-Schutz aufgetragen
Häufige Fragen
- Wie viele Bodyboard-Unfälle gibt es jährlich in Europa?
Eine genaue Zahl gibt es nicht. Die DLRG dokumentiert insgesamt rund 350 Badeunfälle pro Jahr in Deutschland, von denen ein kleiner Teil Wassersportler trifft. International ist Rip-Current-Ertrinken die mit Abstand häufigste Todesursache an Stränden.